Die Maschine

Hörst Du das?

Dieser mechanische Rhythmus, der erbarmungslos stampft.
Dieses Getöse und Gerumpel, dass unter Dir brodelt.

Spürst Du die Vibrationen, die den Boden erbeben lassen?
Riechst Du den öligen Geruch aus dem Kellergewölbe?

Dort steht sie.
Die Maschine.

Eine dampfende, rasselnde, spuckende und fluchende Fantasie aus Zahnrädern und Bolzen.
Ein schauderhaftes Uhrwerk, das zuckt und schreit.
Dieses schwarze Ungeheuer ohne Seele, erschaffen von Menschenhand.

Wer hat sie gebaut?
Und wem gehorcht sie?
Welchen Zweck erfüllt sie?
Was bedeutet die rote Fünf?

Ich weiß was sie nährt, … was sie antreibt.
Und ich wünschte ich wüsste es nicht.

In Ihren Fängen sah ich Menschen einst.
Hoffnungslose Säufer aus den Rinnsalen unserer Stadt.
Die Wahnsinnigen und Ausgestoßenen.

Gefressen mit Haut und Haaren.

Die Maschine lebt wegen uns und von uns.
Das weiß ich jetzt.
Aber ich wünschte ich würde es nicht wissen.

Diese Maschine kann man nur bedienen, wenn man dem Wahnsinn schon mal von der Schippe gesprungen ist.

2 Gedanken zu “Die Maschine

  1. sehr schönes gedicht stefan . ich fühlte mich zuerst angesprochen durch die maschinen aber die maschenerie der gesellschaft betrifft nicht nur die abgründigen sondern uns alle. wenn wir ehrlich mit uns selber seien wollen dann betrifft uns dieses schicksal uns alle….. bis ins kleinste.ich selbst kann es nur als ein film des lebens beschreiben(oder traum)der sich nicht mit der realität sondern mit dem gegebenheiten auseinander setzt. schönes gedicht stefan ….erinnert mich an der maschinist. bis bald

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