Kategorie: deutschsprachig

An die Kinder des Stammes Mensch

Machet weit die Flure
und erleuchtet jeden Gang

Fühlt die Sensationen
und Euren Tatendrang

Spüret die Rekorde
und erntet Euer Feld

Für alle die uns suchen
aus den Schatten dieser Welt

Begegnet allen Wundern
und erwartet nichts dafür

Öffnet Eure Herzen
dann ist sie auf, die Tür

Kilimandscharo

Dugedanken schicken mich
fernab wie Aeroplane
Neufundland hinter Wolkenwand
soweit ich es erahne

Komm lass uns verloren gehn‘
auf dem Weg, was Heimat ist
wir wollen nur nach vorne sehn‘
bis der Himmel uns vergisst

Kilimandscharo
für Dich will ich sein
Deine Hügel erklimmen
im Sonnenschein

Im Spiegelsaal tanzen
zu Orchestermusik
bis der ewige Sommer
im Sande versiegt

Hymnen

Ich springe in das Rosarot
und steh dabei in Lohn und Brot

Ersehne mir was ich noch hatte:
Wälder, Hymnen, Zuckerwatte

vergieße weltlich alle Schuld
in deinen Kelch voll Ungeduld

als wir noch waren wer wir sind:
allerwelten Wunderkind

Pfauenrad

Ich gebe zu, nicht jeder Tag
gleicht wohl einem Pfauenrad

Ein graues Meer mit Drama-Hang,
all dieser Tage tagelang

Gurgelnd unter geht die Gischt,
bis der Tage Licht erlischt

Wenn alles illusionengleich,
Äonen wohn‘ im Himmelsreich

Ich ruf‘ Dir zu: „Oh, wanke nicht!“
Der Tage nur der Hafer sticht.

Geburtsrecht

Da ist eine Magie in uns allen,
ein gleißendes Leuchten in jeder Faser

Da ist ein Wahnsinn in uns allen,
es klebt an uns wie Zeit im Raum

Da ist eine Wunde in uns allen,
durch das Geburtsrecht markiert

Da ist ein Wunsch in uns allen,
er zeigt uns den Weg in die goldene Stadt

Da ist ein Tier in uns allen,
es labt sich an der Beute

Da ist ein Ort in uns allen,
ich frage mich ob Stufen dort hinführen

Kolosseum

Und wenn das Licht zur Neige geht,
komm ich runter in dein Rom

ich zelebriere deinen Süden,
und deinen guten Ton

nun bin ich ganz bei dir,
wie habe das vermisst

ich werde sein was du verlangst
und du niemals vergisst

ich kann bei Dir nicht schlafen,
denn deine Welt treibt mich herum

darum werde ich ewig geistern,
in deinem Kolosseum

Hinter der Schwelle

Das letzte woran er sich erinnerte, war sein sich spiegelndes Antlitz in tausenden Regentropfen.
Ein Gefühl des Fallens und der Duft von einem vergangenen Frühlingstag.
Vielleicht ein Kinderlachen, oder ein Raunen.
Angehalten und eingefroren wie ein Abbild der Zeit.
Alles geschieht in bester Absicht und in bestem Gewissen, nur dem Pfad folgend.

Antidot

Wohlgefallen in Arme so offen,
ein bisschen Anmut auf den Lippen

Du sprichst Worte in mein Ohr
oh, warm wie feinster Kinderschlaf!

Deine Seele hinter einer offenen Tür,
ein Windhauch durch das Fenster

Bitte horche an mein Herz
es trägt Kunde von Morgen

Ich will so sein wie eine Feder,
trunken von Tinte aus einem Glas

Wir werden vergehen, wenn der Morgen naht
Aber nicht unser Duft, der uns offenbart

Verraten

Ich laufe durch die Stadt,
mit einem Schild in meinen Armen

Die Leute schauen mich an,
das Schild trägt deinen Namen

Wie fühlt er sich wohl an,
der letzte Zug von meinem Atem

Dabei denk ich an dich,
jetzt hab ich es verraten.

Ab hier keine Wunder

Ab jetzt nur noch Alltag,
in schwarz, weiß und grau,
ich will keine Funken,
und ich will gar kein blau

Ab sofort keine Märchen,
ich hatte alle parat,
wenn Du wiederkehrst,
bin ich akkurat

Von nun an Verrat,
auf allen Ebenen,
ich tue was ich tat,
bevor ich dir begegnete

Ab hier keine Wunder,
bitte gehen Sie fort,
hier gibts nichts zu sehen,
denn hier gibts keinen Ort

Undiú

Gefühle branden auf mir und höhlen mich aus wie einen Stein,
Ein ewiger Rhythmus, den ich nicht kann lassen sein,

Ich werde bewegt wie ein Papierstück im Wind,
und weiß mein Ziel ist schon jetzt vorbestimmt,

Ich habe gekostet von einem Nektar so pur,
dass mein Herz nun schlägt im Takt dieser Uhr,

Wer will mich begleiten, ein Stück Zeit dieser Welt,
und will mit mir branden wie es dem Leben gefällt,

Die Gewissheit zu ertrinken auf zarteste Weise,
im Strudel der Schönheit auf dem Weg hin zum Greise,

Mein Wort ist unausgesprochen und mein Wunsch nicht existent,
das Gefäß ist zerbrochen und mein Flug ist latent.

Als wir noch wussten

Als wir noch wussten und wagten zu atmen
tröstete ein Fingerzeig auf tausende Arten

Mein Blick ist gerichtet auf Ganzbesonderheiten
und findet Dich wieder in allen Gezeiten

Du kannst nicht entkommen, der Gischt du entsprungen
Auf ewige Tide zum scheitern gezwungen

Sturmblind

Gestern war ich Sturmblind, doch
liebte ohne unterlass

Aus meinem Turm, aus meinem Loch,
Tränen aus dem überfass

Du gehst vorbei wie Espenlaub,
und zitterst durch mein Herz

Du machst Dir nichts aus meinem Staub,
und schwebst vorbei mit Terz

Ach würd ich doch wohnen, Hügelwärtsein
wo sturmblinde Liebe noch durfte sein

Ich bin unten mit der Welt

Ich bin unten mit der Welt
und ich bin hoch am Himmelszelt
irgendwann da muss ich gehen
auch wenn´s mir hier ganz gut gefällt

Wonach lohnt es sich zu streben?
zum beispiel in deinen armen zu sein
zum beispiel mitten in ’nem Song
einfach anzufangen zu weinen

Komm doch mit auf meine Reise
und halt Dich an mir fest
Wir werden fliegen zu den Sternen
und danach finden wir den Rest

Auf meinem Weg sind schwarze Vögel
Sie begleiten mich schon lang
wir brauchen keine Angst zu haben
denn am Ende kommen wir an

Rubin

Nimm mir meinen Verstand
ich brauche ihn nicht mehr
jetzt wo ich in Deinem rubinrotem Licht bade

Dein Regen trägt mich
hinaus aufs offene Land
hinein in Deine Arme

Es kann nicht vergehen
was ewig besteht
niemals geboren
oder gelebt

Zwei Atmende im Wolkenhaus

Was schönes Menschen sich geben,
um nicht so einsam zu sein,
um nicht alleine zu leben,
schenkt man sich Obhut und Heim

Deine Haare riechen nach Sonne,
nach Wärme und Frieden und Licht,
ich genieße diese Wonne,
und streichle dein zartes Gesicht

Wer kann noch mehr sich erhoffen,
als das Gefühl zufrieden zu sein,
zwei atmende Menschen getroffen,
um ein einzelner Atem zu sein

Im Wolkenhaus mit Deiner Haut,
danke für dieses Geschenk,
Geborgenheit ist nicht laut,
es ist friedlich, weil man nicht denkt

Ich schenke uns ein

Ich schenke Dir zwei und mir ein,
Ich trage mein Herz auf der Zunge,
und hoffe niemand findet mich hier.

Halbvergessene Träume und Vasen,
brechen wie Äste unter mir,
und bringen mir Flug und Recht.

Niemand schläft am Tag meiner Geburt,
niemand wird jemals wieder schlafen,
wir sind noch lange nicht am Ziel.

Wer war ich gestern, als ich noch fühlte
Deine grünen Augen sich in mich bohrten,
einen Ort voller Wahnsinn und Liebe.

Fluchtwerk

Ich drehe mich um mich und spreche den Reim,
Die Welt schwindet im Schwindel und lässt mich allein,
ich komme zur Ruhe und seh wieder klar,
Die Stadt, meine Kirche, Dein Herz, mein Altar.

Pax

Der Hafen meiner Träume liegt an einer Stadt aus Wind und Ton.
Kinder spielen in bunten Gassen aus Glas und Zucker.
Die Menschen hier sind glücklich und alles wiegt leicht.

Es knistert und rauscht nach Schiffen und Cellophan.
Der Duft von Wolken überall und es schmeckt nach Zeit und Liebe.
Diese Stadt schenkt mir Leben und Mut.

Es ist voller Sterne

Eine Schatulle aus Samt
schmeichelt zart Deine Hand

Heimlich um Dich Du schaust
formst die Hände zur Faust

Ein verstohlener Blick
um die Ecke geschickt

Langsam machst Du sie auf
steigt zur Nase herauf

Erinnerung von fernen
millionen von Sternen

Die Summe von allem

Getragen von Leichtsinn,
schwebt mein Kopf mir davon,
bringt die Kunde von Sonne,
und Glitzerbeton

Schlage Brücken und Räder,
über offenes Land,
hin zu Wolken und Wehmut,
wo ein Lächeln ich fand

Versuch zu erklären,
wo der Sinn mir nach steht,
was zu finden ich hoffe,
im blühenden Beet

Ich koste den Odem,
und lasse mich fallen,
deine liebenden Hände,
sind die Summe von allem

Du hast mir meinen Namen genommen

An einem Frühlingstag,
drückte mich der Wind aus meiner Höhle,
hinein in das Wasser und in deine Arme,
fließen wie Vergebung durch das Land,
pur und empor und niemals zurück,
zum Leben geboren,
von Bäumen gepflückt.

Tintenfall

Wie Tinte fließen wir durch die Nacht
das halten wir für angebracht
treiben weiter, treiben ab
bis der Tag uns nicht mehr mag

Bleiben hungrig, durstig auch
tastend durch den schwarzen Rauch
lachend kreiselnd auf Vinyl
wie Diamanten mit Gefühl

Mandelheim

Wenn du flüsterst, splittert Eis
mir wird windig, mir wird heiß

Wenn Du atmest, sprießen Blumen
voller Leben und Volumen

Wenn Du tanzt, dann mit Atomen,
füllst die Welt auf mit Aromen

Wenn Du lachst, dann falle ich,
himmelwärts, ohne Gewicht.

Der Krieger aus Pankow

Mit verschränkten Armen
lässt er sich reisen
durch die Stadt
durch die Welt

Der Blick fest und linde
gegen den Strich
vom Leben gezeichnet
vom Gipfel er wich

Was lässt ihn besinnen
uns raunen im Blick
was schärft seine Sinne
und unser Geschick

Wer traut seinen Augen
in unserer Welt
Herr Pfeffer lässt grüßen
das Schweigen, es hält

Stromab

Wir beide tragen Klee
dicht am Herz bei Schnee

Lodern und entfachen
kleine Diamanten

Alle Geräusche verschmelzen
zu flüssigen Vibrationen

Wir fordern die Welt auf,
aufzugeben

Du und Ich sehen das gleiche,
Millionen Menschen stromab

Wir sind im Frühling erwachsen geworden,
irgendwie

Keiner von uns würde zögern,
jemals

Tausend Wunder lang

Ruhevoll im Sphärenlicht,
Bewandert aus der Sternenschicht,

Schlummergold und Pfirsichhaut,
Während Würde müde schaut.

Pack Sie ein, in Woll und Garn,
dann kann man sie nach Hause fahren,

Tausend Wunder wirken lang,
solange man noch träumen kann.

Es ist so kalt, jetzt

Angekommen am Grund des Meeres,
Wundersames, tanzt für mich

Irre Lichter, lenken Bahnen,
verwirbeln sich auf ewiglich

Benommen, ehrlich, währt am längsten
Atemlosigkeitsberauscht

Nicht mehr denken, nicht mehr treiben,
nur noch wesentlich, unlaut

Sorge Dich nicht, Kyoto

Kurz bevor es geschah, nahm ich eine umfassende Stille wahr.
In mir und um mich herum war es absolut tonlos.

Ich spürte, dass die pure Existenz mir einen Moment gewährte und mich in ihrem Schoß einschloss.

Mein Herz schlug in einem unerwartet ruhigen Rhythmus und ich war bereit.

Als der Wal mein Boot streifte, spürte ich wie mir die Tränen über mein Gesicht liefen.

Der Wind wollte mich nicht

Der Wind wollte mich nicht dem Planeten entziehen.
Hierzubleiben und fortan auf Reisen zu gehen.

Nicht zu fegen als ob man schier wolkenreich wär.
Und bodenlos treiben wie offen im Meer.

Fort an und zu weilen, wie ein Ding in der Luft.
Will der Wind mich nicht tragen in den Wolkenduft.

Esper

Es soll immer alles,
mir ist so karamell.

Blickend wissen alle,
Zucker spinnt sich schnell.

Aromen drängen ständig,
kristallin empor.

Höre hell und sehe klar,
dann treten Wunder vor.

Der Kuss des Kosmonauten

Oleg nahm alles ganz genau wahr.

Es blieb ihm hier oben auch gar nichts anderes übrig.
Als eine einsame Verwirbelung in der ewigen Nacht.
Wie lange er schon durch den Kosmos glitt – er wusste es nicht mehr.
Die Zeit hatte ihn aufgegeben und er sich selbst auch.

Oleg dachte an seine Frau.

An ihre vergebenden Hände, in die er sich verliebt hatte.
An ihre erste Nacht unter dem Sternenhimmel im Juli.
Diese Erinnerungen waren ein Anker in dieser schwarzen Wüste.
Aber schon bald würde er im Sand ertrinken.

Oleg fasste einen Entschluß.

Er würde nicht in Trauer und Wahnsinn verfallen.
Das Ende der Geschichte würde er ganz alleine schreiben.
Seine Lippen formten ein Lächeln, als er in Gedanken ruhte.
Sie war jetzt bei ihm und hielt seine Hand.

Oleg öffnete den Helm.

Ganz langsam kamen sich ihre Lippen näher.
Ein inniger Kuss, umgeben nur von Raum und Zeit.
Sein Herz lachte, denn er wusste alles würde nun gut werden.

Oleg nahm all dies ganz genau wahr.

Man kann einen Tag nicht verlängern

Ich brüte Gedanken
ganz schutzlos und bar
manch einer mag denken
ey junge, komm klar

Ich höre Geschichten
von jenseits des Walds
und kann hier kaum glauben
es fruchtet und schallt

Wer mag mir befürchten
der Himmel klart auf
und obwohl es nicht wahr ist
fließt Wasser hinauf

Wo immer der Tag ist
immer gleich lang
heben wir ab, gemeinsam
was mit Sonne begann

Synapsen sollen tanzen

Synapsen sollen tanzen,
stetig klopfen soll mein Herz,
junge Menschen brechen Lanzen,
und stoppen schnell den Schmerz.

Meine Fingerkuppen ahnen,
was dahinter sich verbirgt,
meine Hände lenken Bahnen,
bis der Winter mich verwirkt.

Ich habe mal gekostet,
was zu flüstern man nur traut,
und ich habe es genossen,
bis man lüstern um sich schaut.

Sei Sauerstoff

Schritt für Schritt im Nachtgewand,

erhebt sich stets mein Haupt,

vorher habe ich nicht erkannt,

was man noch so braucht.

Gefilterte Bläschen reinen Ichs,

strudeln durch den Tank,

Mehr noch von mir gibt es nicht,

trotz Stofflichkeit und Dank.

Wie man die Welt vergisst

Was muss man tun, wen muss man brechen, um sich an der Welt zu rächen?
Wohin nur reisen, wem denn glauben, um der Welt das Ich zu rauben?

Wie könnte ich vergessen, was mich durchdringt und nährt.
Wie könnte ich nur messen, den Schmerz der mich durchfährt.

Ich schätze es umgibt uns alle. In jedem Sein und jeden Sinn.

Was soll ich noch schreiben, bis jeder müde ist.
Ich habe nicht erfahren, wie man die Welt vergisst.

Die Herrlichkeit des Zufalls

Die Herrlichkeit des Zufalls steckt in jedem Junifall,
in jedem Atemausstoß eines jeden Idioten,
die Schöpfung kreist um uns wie ein Falke,
und stösst auf uns herab.

Wir katapultieren uns in das Gemenge,
aus Lust und Atomen,
voller Rausch und Bilanzen,
und fressen uns selbst auf.

Mediocre

Ich schneide die Mittelmäßigkeit aus mir heraus,
bis ich mit den Strahlen tanzen kann.

Vor der Schönheit des Gedankens verneige ich mich,
nur um für Tage und Nächte zu schlafen.

Neue Göttlichkeit

Mich besuchte ein goldener Gedanke
und ein verlassenes Ich.

Unter Wasser konnte ich atmen,
bis das Schicksal von mir wich.

In meiner Seele liegt ein Muster
und nur Du erkennst die Zeichen.

Wer hat nun die Kontrolle
und wer stellt hier die Weichen?

Sonne durch geschlossene Augen

Seitdem wir wieder Kinder sind, ist alles so leicht geworden.
Der Matsch unter meinen Füßen und der Osterhimmel umschmeicheln mich.
Ist Dir schonmal aufgefallen, dass man die Sonne durch geschlossene Augen sehen kann?
Murmeln sind wertvoller als Diamanten und wir sichern unsere Schätze!

Man sagt, je älter wir werden, desto schwerer lasten unsere Schultern von dem Schmerz der Welt.
Aber ich spüre ihn genauso wenig wie meine blauen Flecken.
Ich kann alles sein, was ich will!
Und ich will frei sein.

Alles dreht sich nun um mich

Ich weiß nicht, wie ich es Dir am besten sage.
Darum tue ich es frei heraus:
Gestern Nacht während du schliefst,
habe ich die Sonne verschluckt.

Jetzt schmilzt meine innere Hitze alles um mich herum.
Kalte Menschen werden pulverisiert zu Asche.
Ich glühe und strahle und erhelle die Dunkelheit.
Alles dreht sich nun um mich.

Planeten umtanzen meinen Kern –
Mein Licht reist fern von Stern zu Stern.

Heimlichkeiten

Dieses Haus hier steht nicht einsam,
in ihm wohnen Brüder und Schwestern,
Geister und Tiere.

In einem fahlen Raum,
warten Sie erneut auf eine Leere,
um Dich hineinzuführen.

Meine schlotternden Knochen,
türmen sich vor Dir auf,
und reiten davon.

Auf dieser kleinen Insel,
ist die ganze Welt versammelt,
und giert nach Leben.

Glühwürmchen

Vor mir liegt die Welt in Wellen,
ich sitze hier und schweige still.

Glühwürmchen wollen mich erhellen,
mein Herz sagt mir, dass ich das will.

In aller Welt Klammheimlichkeit,
schwirren sie oszillierend um mein Herz.

Meine Liebe ist kastanienbraun,
und gesegnet ist der Schmerz.

Uns wurden Flügel versprochen

Was für ein wunderschöner Traum,
wir Hand in Hand,
die Zehen überm Abgrund,
Vater Frost hinter uns.

Störche und Spatzen gesellen sich zu uns.

Als wir durch Wolken tauchten,
öffnete sich die weiße Decke,
um das Land zu offenbaren,
das wir nicht mehr betreten werden.

Neue Muskel erledigen ihren Dienst &
Erinnerungen ertrinken im Atlas.

Die Seidenstraße

Ein Pfad erstreckt sich von Ost nach West,
um zu bringen den Stoff, der niemals dich lässt,
fahre die Finger entlang an dem Schal,
und fahre und fahre und fahre nochmal.

Die Raupen spinnen 1000 Jahre und mehr,
um dich einzuhüllen im seidigen Meer,
sie tanzen und tanzen in Ihren Kokons,
und treiben die Damen in die Salons.

Meine Lieblingsdinge

Möwen, die kreischen und Sand unter Füßen,
Wasser und Wellen und Freunde begrüßen,
Schokolade in weiß und Honig im Tee,
Das sind ein paar meiner Lieblingsdinge!

Kuscheln vorm Schlafen und Haare die duften,
Die Stille beim Schneefall und nicht so lang schuften,
Gemeinsames Kochen und tränendes Lachen,
Das sind ein paar meiner Lieblingssachen!

Fröhliche Menschen, die Glück verbreiten,
Mädchen mit Mützen und Singen bei Zeiten,
Kinder die staunen und Heringe,
Das sind ein paar meiner Lieblingsdinge!

Wenn der Schmerz sticht, wenn die Welt weint,
und ich mich traurig fühle,
denk ich einfach an meine Lieblingsdinge,
dann fühle ich mich nicht so schlecht.

Inspiration: „My Favourite Things“

Menschliche Welle

Das Wasser ist kalt und rauh, aber das macht mir nichts.
Ich gehe weiter hinein, bis ich gerade noch so stehen kann.
In Richtung des Ufers drehe ich mich.
Meine Augen sind jetzt geschlossen.
Mein Atem fokussiert.

Langsam hebe ich die Arme nach vorne.
Über Brust und Kopf hinweg strecke ich die Arme sanft nach oben.
Bestimmt und fließend schieben sich meine Hände wieder nach unten.
Ich stoße das Wasser nach vorne und verursache eine Welle.
Meine Spende kommt an.

Die Menschen haben die Natur geschwächt und jetzt muss ich helfen.
Als Teil einer flüssigen Naturgewalt fühle ich mich verantwortlich.
Ich helfe dem Meer als menschliche Welle.
Es ist gut, seine Bestimmung gefunden zu haben.
Ich fühle mich jetzt Eins mit dem Wasser.

Ich werde hier bleiben, so lange das Meer mich braucht.

première neige

Während ich wandle, erstarrt die Welt in Schönheit.
Nur für meinen Moment.
Und dann kann ich alles ganz deutlich sehen.
Die Milliarden Menschen in ihren milliarden Häusern.
Im Strom der bunten Blätter, einst, da war es netter.

Ich sehe mich um und kann es kaum glauben.
Meine Sinne rauben den eigenen Verstand, gleich nach dem ersten Schnee.

Lampions

Herbes Konfetti,
in schwarz und in bunt,
mein Geschmack ist ertaubt,
von allen Regeln der Kunst

In mir erschlossen,
sind die Nerven der Welt,
die sündigen Bahnen,
die ich drehe für Geld

Die Gewissheit zu taumeln,
im Wandel der Zeit,
hat mich eingefangen,
und auf mich geschneit

Ich bin in das Tal gegangen

Ich bin in das Tal gegangen,
um für mich und Dich zu sein,
keine Sorgen und kein Bangen,
der Nebel lässt uns bald allein

Komm und springe mit mir,
in den kalten klaren Fluss,
Alle Tiere und die Kinder,
kommen auch in den Genuss

Wir sind zu lang allein gewesen,
fern von jedem Glück,
ich kann in Deinen Augen lesen,
vor uns liegt noch ein ganzes Stück

Hier oben helfen wir den Vögeln,
damit sie fliegen lernen,
dass ihre Schwingen sie tragen mögen,
sehen wir wirklich gern

Ableitung Zwei

Ich brauche Dich, wie meine Lunge die Luft,
wie die Blumen den Duft und die Sonne das Meer um zu glitzern

Ich brauche Dich, wie Poeten den Mond,
wird das Wild nicht geschont, denn der Jäger, der braucht es

Ich brauche Dich, wie die Bäume den Wind
und der Regen geschwind braucht die Wolken zum reisen

Ich brauche Dich, wie ein Spiegel das Bild,
wie die Straße das Schild und der Morgen den Tau um zu reifen

Ich brauche Dich, wie ein Zwilling den anderen,
kommst Du nie abhanden, denn, ich brauche Dich

Wie eine Weide die Trauer, die Felder den Schauer,
der Ritter den Drachen, die Kinder das Lachen,
brauche ich Dich

Reflex

those weeping eyes
swirling, drifting
delightful schemes of blurred transitions
my ambitions to behold
i let arise and best to come
my friend…

(July 18, 2005)

Hier geht es nirgendwo nach Alaska

Wenn Menschen Regen wären, ich wäre ein Tropfen und Du ein Wirbelsturm.
Wenn Menschen Töne wären, dann wäre ich a-Moll und Du eine Symphonie in Dur.

Es ist die Art und Weise wie Du wartest.
Es ist die Art und Weise wie Du Dich nicht kümmerst.

Schau mich an, hier geht es nirgendwo nach Alaska.
Hier singt Dir niemand ein Lied mit fremden Zungen.

Du gibst mir das Gefühl, womit andere ganze Bücher füllen.

Alles was wir haben ist zerbrochen und scheint

Heute ist der 28. Tag und ich befreie mich,
wie die Welt von von hohlen Zwängen.

Altern ist ein milder Schmerz,
und schlägt die Hast um Längen.

Ein kleines Mädchen steht an der Ecke und weint,
alles was wir haben ist zerbrochen und scheint.

Wir sind nicht alle Dinge, die um uns herum sind,
aber alles was in uns lodert.

Heute bin ich mehr als ich,
denn jeder Tag verändert sich.

Die Lüge und ich wie ich sie erzählte

Welt, ich habe gelogen.
Nicht alles ist wunderbar, aber voller Wunden und Wunder.

Ich spüre Schmerzen, die man nicht verneinen kann.
Nicht alles ist gut, aber voller Güte.

Glück ist eine warme Pistole
und Traurigkeit eine bittere Frucht,
die vom Himmel fällt wie Flugzeuge.

Man hält sich am besten an Orten auf, die mit einem schwingen.
Denn wenn man dort stirbt, ist der Weg nicht weit.

Abschied ist eine schwingende Tür
und ein sich entspannender Muskel.

Welt, ich habe gelogen.
Und jetzt fühle ich mich besser denn je.

Das Gewicht der Welt exklusive mir

Dieses Jahr werde ich 28 Jahre alt.
Und immer noch glaube ich an all die Geschichten von früher.
Die ganzen Tricks und Märchen haben meinen Horizont geknickt.
Mein Kopf ist geflutet von der Schönheit des Klangs der Welt.
Immer noch verfolgen mich Raben und ich genieße auch das.
Mein Lebensmaßstab ist die Freiheit glücklich zu sein.
Was ich bin.
Und ich bin dankbar für alle Hürden auf meinen Weg.
Das Gewicht der Welt ist erdrückend.
Atlas trug schwer.
Aber ich überfordere meine Schultern nicht.
Ein Kreuz für jeden reicht.
Die Sonne nimmt mir meine Last.
Und nimmt mich auf in Ihren Plexus.

Die Hüterin der Erdbeere

Wenn Sie Morgens aufwacht, ist sie kurz enttäuscht.
Ihre Träume zeigen Ihr einen Weg, eine Lichtung der Möglichkeiten.

Sie ist etwas wetterschüchtern und außerdem mit einem großen Herz beseelt.
Ihre Nähe duftet nach den Früchten von jenseits des Waldes.

Aber von hier aus kann ich sie nur beobachten – mit meinem Kaleidoskop.

Ich entsende ihr ein Rotkelchen, einen Fuchs und einen Sonnenstrahl.
Um ihr ein Versprechen vom Frühling zu überbringen.

Hüterin, es wird Märzwasser fließen.
Schüttel die Sorgen ab.

Ich kenne ein Mädchen

Ich kenne ein Mädchen,
mit einem Herz aus Marmelade,

Sie wünscht sich stets an einen Ort,
wo kein Schatten fällt,

Ihre Sanftheit bricht sich in Farben,
wie ein Prisma das Licht,

Schau nur wie Sie strahlt,
über alles hinweg.

Ozean

Ozean, stehle meinen Körper
Nimm mich auf in Deinen Schoß
und lasse mich in Deinen Wellen ruhen

Lege Dein sanftes Grollen über mich
und schaukle mein Antlitz
in Deinem nassen Gut

Lass Möwen kommen,
lass Wale ziehen,
lass Winde treiben

Sehnsucht, 1985

Die Liebe einer Frau lindert die Welt.
Mit Ihren Händen voller Sehnsucht, Schmerz und Liebe, hüllt Sie dich in Behaglichkeit.

Der Duft einer Frau lässt Dich vergessen.
Mit Ihrer Quelle der Leidenschaft fliesst Sie Deinen Berg hinab.

Die sanfte Stimme einer Frau weckt Dich.
Ihre Worte voller Vergebung und Hingabe locken Dich in die Welt.

Traurigkeit und Schönheit verschmelzen in den Augen einer Frau.
Bereit, um Dich zu lieben und zu verstecken, vor den Fängen der Welt.

Meine Zunge ist ein Schutzschild

Meine Zunge ist ein Schutzschild.
Sie formt die Worte meines Widerstandes.

Mein Atem ist ein Kind vom Wind.
Er trägt die Luft durch mich hindurch.

Die Bäume sind meine Schwingen.
In den Ästen ruhe ich.

Was meine Augen sehen,
in den Sternen,
in der Nacht,
kann niemals vergehen,
denn es wurde nur gedacht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man sagen,
dass wir alle sterben werden.

Nun macht mir dieser Umstand keine Angst.
Viel erschreckender finde ich die Unsterblichkeit.
Die Unendlichkeit des Seins und unserer Dummheit.
Wir suchen nach Antworten,
aber müssen uns mit den Fragen allein begnügen.

Mir sind schon viele Lehrer und Meister begegnet.

Mit vielen Theorien, Vorwürfen und seidenen Lächeln.
Sie haben mir Ideen gegeben, was gut ist.
Aber doch schwimmen Sie durch die gleiche
uferlose Scheiße wie alle anderen.
Und ich sage das ohne Wut, ohne Hass, ohne Macht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man sagen,
dass wir alle Menschen sind.

Dieser Umstand alleine hält uns gefangen.
Wir sind limitiert und nummeriert und abgestempelt.
Das Ausmaß mit dem wir Menschen uns mit
der Realität auseinandersetzen ist beliebig.
Aber ganz ohne kommt niemand aus.
Jeder Atemzug ist real, in welcher Form auch immer.

Mir sind schon Wahnsinnige und Genies begegnet.

Doch ist das nur meine Definition.
Beide streben in ihre Richtungen der Perfektion.
Streben und Sterben liegen dicht zusammen,
mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Schwarze Magie

Ein geordnetes Leben ist schwarze Magie,
entsprungen aus dem Kopf einer Priesterin

Sie tanzt sich in Trance,
damit Du Deine Kinder hüten kannst

Gott und der Teufel kümmern sich,
um den Müll und den Kindergarten

Bewusstseinserweiterndes Pulver,
für die Steuererklärung

Ekstatische Tänze,
für den Familienurlaub

Danke, schwarze Magie!
Für mein geordnetes Leben

Die wunderschöne Verzweiflung des Nick Drake

Nick Drake

Ich kenne Nick noch nicht lange.
Mein Weg hat mich hierher geführt.

Seitdem er weg ist, hat er viele Freunde.

So läuft das halt. John hatte Recht:
„Everybody loves you, when you´re six foot in the ground.“

Nick, ich höre Deine Verzweiflung an der Schönheit.

Ich fühle wie Du vorm Abgrund gestanden hast.
Vor diesem gähnenden Schwarz.

Aber ich höre auch Deine Träume.
Sie klingen nach.

Und Nick, ich habe gerade erst angefangen Dich zu verstehen.
Ich spüre Du hattest viel zu geben, auch wenn keiner es haben wollte.

Es spielt auch keine Rolle.
Hunde mit schwarzen Augen kommen zu jedem von uns.

Danke Nick, dass wir an Deiner Verzweiflung teilhaben dürfen.
Sie ist wunderschön.

In die Nacht schütten wir Farbe

Trage den Fluß um Deinen Hals,
fließend und tanzend und kühlend und klar,
lilane Lieder und silbernes Rascheln,
waren schon lange vor uns da.

Komm mit zu den Weiden,
wir wiegen im Wind,
wehklagen unsere Leiden,
und fliegen im Sinn.

Komm, lass uns diese Stadt anmalen,
die Farbe wählst Du,
wohin wir auch schauen,
erstrahlt sie im nu.

Der Mond ist der Zeuge,
unserer bunten Tat,
in die Nacht schütten wir Farbe,
die leuchtet wie am Tag.

Durch den weißen Wald

Mit Deiner Hand trau ich mir zu,
durch den weißen Wald zu gehen,
mich umzudrehen.

Mit Deinem Augenblick kann ich,
in die Ferne sehen,
und es verstehen.

Du bist mein Kaleidoskop,
ich will Dich drehen,
deine Muster sehen.

Du bist mein Morgenlicht,
in der schwarzen Zeit,
hältst Licht bereit.

Darf ich Dir folgen noch ein Stück,
bis wir verstehen,
das wir nicht untergehen.

Kann es sein, das wir uns schon brauchten,
bevor wir uns kannten?

Die Maschine

Hörst Du das?

Dieser mechanische Rhythmus, der erbarmungslos stampft.
Dieses Getöse und Gerumpel, dass unter Dir brodelt.

Spürst Du die Vibrationen, die den Boden erbeben lassen?
Riechst Du den öligen Geruch aus dem Kellergewölbe?

Dort steht sie.
Die Maschine.

Eine dampfende, rasselnde, spuckende und fluchende Fantasie aus Zahnrädern und Bolzen.
Ein schauderhaftes Uhrwerk, das zuckt und schreit.
Dieses schwarze Ungeheuer ohne Seele, erschaffen von Menschenhand.

Wer hat sie gebaut?
Und wem gehorcht sie?
Welchen Zweck erfüllt sie?
Was bedeutet die rote Fünf?

Ich weiß was sie nährt, … was sie antreibt.
Und ich wünschte ich wüsste es nicht.

In Ihren Fängen sah ich Menschen einst.
Hoffnungslose Säufer aus den Rinnsalen unserer Stadt.
Die Wahnsinnigen und Ausgestoßenen.

Gefressen mit Haut und Haaren.

Die Maschine lebt wegen uns und von uns.
Das weiß ich jetzt.
Aber ich wünschte ich würde es nicht wissen.

Diese Maschine kann man nur bedienen, wenn man dem Wahnsinn schon mal von der Schippe gesprungen ist.

Alles an seinem Platz

Ich sehe Sturm in Deinen Augen
und Gewitter in Deinen Wolken

Deine Haare erzählen von der Fremde
Deine Haut bringt mir ein fernes Lächeln

Du besiegst alles, ohne hinzuschauen

Ich kann Dich halten
aber halten kann ich Dich nicht

Rede mit mir

bis ich weiß warum
bis ich weiß wann
bis ich weiß wohin

Deine Stimme hilft mir
sie trägt mich weit weg

Dein Schauer umgibt mich
er wäscht meine Seele

Riot of perfume

Alle lieben den Nektar und jeder möchte Honig.
Ich bin jeder Gedanke, an den Du Dich gerne zurück erinnerst.
Ich bin jeder Deiner schönen Träume, die noch kommen werden.
Ich bin von allen Deinen Wünschen der ehrlichste.

Duft ist Auslese und wir alle machen mit.

Couleur de Coeur

Ich brauche eine Stimme, die mich beruhigt.
Ein zärtliches Flüstern in der Nacht: alles ist ganz wunderbar.

Ich brauche ein Zittern, um das ich mich kümmern kann.
Eine Haut, die bebt und schwebt und mit Farben kreist.

Klein fühlen

Zeitweise Sterne,
weitreichendes Rauschen,
herumreisende Lichter,
schreiende Kinder.

Laufende Menschen,
jubelndes Atmen,
mögliches Rutschen,
prächtige Farben.

Entferntes Rufen,
fließendes Wasser,
lautklingendes Fallen,
freundliches Schaukeln.

Heftiges Drehen,
flaues Gefühl,
kleine Erwachsene
und große Spielerei.

Proklamation mit Erdbeergeschmack

Nicht nur des Nachts locken Gedanken in die Ferne.
Fremde Welten lassen die Tür einen Spalt auf.
Lassen wir diesen Teil nicht verkommen.
Trainieren wir den Wahn.
Treten wir aus dem Kreis in den Wald.
Wäre es nicht schön sich zu verlieren?
Sollten wir uns nicht wünschen, was wir nicht sehen?
Treiben wir ab, so kommen wir an.
Lassen wir ab, so reichern wir an.

Nichts oder alles ist keine Entscheidung.

Es passiert zuerst in unserem Kopf, danach da draußen.
Keine Angst vor Nicht-Realitäten, das wünsche ich uns.
Wenn wir uns an alltäglichem klammern, nimmt es Besitz von uns.
Wir werden austauschbar und kalt.
Gefährlich und alt.
Schütteln wir alles ab mit einem Schulterzucken.

Das menschliche Imperium

Das menschliche Imperium
es ist kein Mysterium
bewegen uns durch Zeit und Raum
man darf nicht nur sich selber trauen
Keine Klassen, keine Rassen
Die Grundbausteine werden passen
Am Anfang und am Ende
halten wir die Hände
Die Zeit für Babylon ist um
nun kommt das menschliche Imperium

Schwingen des Schlafes

Die tobende Nacht lauert vor mir
mit gleißenden Träumen in den Händen

Erneut hat sie mich gefunden
und stülpt sich über mich

Ich ergebe mich der Ruhe
und treibe in das Schwarz

Sie nährt mich in der Stille
und stiehlt mich davon

Oh Vogel der Nacht
Trage mich hinfort

auf den Schwingen des Schlafes

Frühstücksträumereien

War ja klar, dass Du das noch weißt.

Es ist einfach, sich zu ergeben.

Einem Frühstück,
einer Erinnerung,
oder einem gewöhnlichen Sonnenuntergang.

Wir haben das Thema beleuchtet, wie wir unsere Mahlzeit mit Karate um die Ecke bringen könnten.

Wir kennen unseren Platz, unser Buch, unsere Geschichte.

Wir erwarten keinen regenbogenfarbenen Himmel. Nichts zu verlieren.

Mein schönster Untergang

Mein schönster Untergang
schlummert jenseits des Lichts

Mein schönster Albtraum
ist ein Gefährte des Nichts

Mein stetester Krieg
kein Ende in Sicht

Dies ist kein Wehleid
ich liebe bei weitem
das Licht und die Schatten
Gesichter von beiden

Müde von Märchen

Während ich wandel fällt kein Schnee
Da ist kein Flüstern im Unterholz
Kein Wind rührt mich
Um mich herum ist es tonlos
Frei von allem

Als einziger schwebe ich nicht
Nackt und bar jeder Angst
Ohnmächtig, aber nicht ohne Macht
Um mich herum ist es farblos
Weg von allem

Und während ich mich ins Grab tanze, erwacht die Musik

Das wirst Du glauben

I, upper rainbow
(in heights i rise)
me and greater beings
my friend in beijing
he makes people sing
every dark hour i swing
lines written lines ago
because i´m a secret dancer
my bones are shaking
naked i´m dreaming
the girl is true
i rest on her morning
i prefer breathing for bleeding
but there won´t be any life
without wounds
hurt yourself before you don´t hurt yourself
in fact, im mad – but nevermind
the rest of them are far behind
out of the shade, out of shape
nevermind, hands up for love
be down with people
jump in liquids – at least – try
this is how it should be done
kreiselfahrten landeinwärts

Das Herbstliche in uns

Das Herbstliche in uns
verstecken mit sich selber spielen
über das Blätterwerk ankommen
wenn sich der Nebel lichtet
sehen wir, wo wir die ganze Zeit schon waren
greif dir ein Boot und lass dich treiben
das Seichte legt sich auf dein Gesicht
weiter als jetzt warst du noch nie entfernt
von dem was du verabscheust

So wie Honig

es ist schon in ordnung, ich blute nur.
es ist ja nicht so als ob die wolken mich tragen.
es geht ja nicht darum zu verschwinden.
das geht sowieso nicht komplett.

in unseren herzen spielen wir zusammen, vielleicht im wald.
dort hab ich dich letztens gesehen, in deinem lieblingskleid.
du hast mich ausgelacht, ich hatte mich erschrocken.
aber das ist schon okay, du bist es ja.

so wie honig in milch und geschichten, bist du für mich da.
in meinen haaren liegt immer noch dein duft.
deswegen trage ich dich mit mir, bis zum nächsten kapitel.
und die geschichte hat uns schon oft gelehrt.

Code Fantino

Ich sehne mich nach einer Sucht,
die mich zu ertränken vermag,
ein Wald der mich verschluckt,
eine Stadt die mich verschlingt,
ein Mensch der mich erkennt.

Ich widme mich der Vernunft,
nachdem Chaos meine Poren durchkämpft hat,
Häuser brechen über mich herein,
schwarz und weiß und Nebel und Asphalt,
das Atmen ist mehr als das hier.

Endlich bin ich niemand

Endlich bin ich niemand.
Letztendlich habe ich verloren.
Am Ende bin ich nur zuletzt.

Ich bin verloren und ja, es fühlt sich gut an.
Die Wärme umkapselt mich so sehr.
Mein Verlust hat mich gewonnen.

Da wo ich hingehe

Da wo ich hingehe, sind keine Wolken.
Da wo ich hingehe, ist kein Himmel.
Da wo ich hingehe, ist kein Wind.

Denn dort wo ich hingehe, strebt alles ins Nichts.
Kein Bedauern, keine Träume, keine Wünsche.

Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelangen kann.
Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelangen will.

Aber es gibt ihn und es wird ihn immer geben.
Die Pfade wanken durch die Welt.
Der Weg führt ins Nichts.

Weg sein

Nicht sein, wo man ist,
nicht spüren, wo man ist,
das ist der Schmerz der Weggebliebenen,
der Unentdecker,
der Nichtfinder,
wie lange will ich mich wiegen in Sicherheit,
bevor ich mich der Welt stelle?

In mir wohnt die Ruhe.
Die Ruhe, die mich wahrt und schützt.
Doch wovor schütze ich mich?
Will ich mein Leben lang ruhig sein?
Ersticke ich mein Schreien nach der Ferne?

Es ist gut mich das zu fragen, aber das reicht nicht.
Ich spüre das. Dem Himmel sei Dank.

In die Ferne sehen

Hunger und Durst
Schmerzen und Pein
Distanz schmeichelt mir
und lässt mich allein

Die Augen können sehen
erkennen doch nichts
Die Boten des Terros
im Schatten des Lichts

Ich höre die Schreie
und schmecke das Blut
ich rieche die Asche
und fühle die Glut

Man erzählt mir Geschichten,
fern ab und grau
ich ertaste die Fläche
und weiß es genau

Man lässt mich alleine
und ich weiß nicht wohin
wem soll ich nur glauben
und wo liegt der Sinn

Niemand hat mich gelehrt
damit umzugehen
es sinnvoll zu nutzen
und es zu verstehen

Schwingender Schatz

Im Winde wehen Deine Wünsche,
hinaus über Gersten und Korn,
durch das Wasser und die Wälder,
über Täler und Berge gleiten Deine Rufe.

Unaufhaltbar umkreisen sie die Welt,
durch Stürme und Schnee,
durch Köpfe und Ohren,
schallen sie als Echo hinaus.

Ein kleines Kind im Garten spielt,
im Märchentanz den Boden greift,
deine Wünsche findet und hebt,
und in das Herz einschließt.

Erzähle allen Menschen, dass Du siehst.

Vor Dir ein Ozean.
Hinter Dir ein Berg.
Unter Dir ein Vulkan.

Erhebe Dich und tanze.
Dein Leben öffnet sich.
Glück, du hast es bereits.

Vor Dir eine Menschenmenge.
Hinter Dir ein Vorhang.
Unter Dir die Bühne.

Schwimme hinaus.
Auf den Händen Deiner Freunde.
Bewunderung, du hast sie bereits.

Zwölf Verbindlichkeiten

Im Januar schwebt seicht
der Vogel herbei
er teilt Deine Träume
und Wünsche in zwei

Der Februar folgend
kristallin noch die Welt
Ich empfange den Wunsch
noch während er fällt

Unendlichkeit liebkost mich
umschmeichelt mein Herz
ich kann danach greifen
durch den Spiegel im März

Ich möcht‘ es versuchen
vielleicht im April
gestern und morgen
halte ich still

Wie es wacht und atmet
das Leben im Mai
ich durchstreife die Farben
und freu mich dabei

Die Sonne im Juni
nährt uns gerecht
die Kinder des Meeres
sind natürlich und echt

Im Juli sind Pfade
von Gestern und Heut
durch den Wald und die Auen
niemand hat es bereut

Hingebungsvoll strömt
der Fluss im August
wir werden uns treffen
das wird uns bewusst

September streicht ein
und schliesst in uns ab
das was gewesen
tut gut und macht satt

Der Oktober ist kühn
und sichtbar wie Glas
Umschwung und Oberfläche
wie nasses Gras

Der November streift meine Sinne
und schärft den Verstand
die kalten Tropfen
wer hat sie entsandt?

Der Dezember trifft uns
mitten ins Herz
lässt uns fühlen und hoffen
und segnet den Schmerz

Der alte Mann

Der Weg führte tiefer in den Wald.
Über eine Lichtung und vorbei an den Feldern.
Der besagte Wasserfall war plötzlich da. Rauschend und kräftig.
Ich fand den alten Mann oben in der Hütte, die neben dem Wasserfall stand.
Er erwartete mich und bat mich hinein.

Ich kannte ihn. Er kannte mich. Ich sah ihn nicht.

Im Takt

Die Zeit ist krumm und schief
liegt in mir hoch und tief
gewunden hier im Raum
verbunden wie ein Traum

Die Stunde schlägt für mich
im Takt des Regens sicherlich
umspült von kaltem Nass
zerwühlt sie dies und das

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe stehen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Die Minuten schwinden schnell
auf meinem Karussell
tanzend schnell gedreht
immer gleich bewegt

Unter meinem Mikroskop
sind Tadel und auch Lob
Millionen von Gefahren
die sich für mich bewahren

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe stehen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Ich werde weitergehen
und nicht nach hinten sehen
geb mir zu verstehen
ich will mich ewig drehen

Ich lass mir meine Zeit
nur dann bin ich bereit
zu wissen was ich kann
zu wissen wo und wann

Weil die Welt rund ist

Kommt Geschwister, lasst uns reiten
durch die Zeiten, wir uns leiten

in die Welten, die wir fliegen
die vor unseren Füßen liegen

Seid bereit für nächste Level
Sonnenbad, when angels travel

Lasst zurück, was euch beschwert,
was an euren Herzen zehrt

Was Ihr braucht, habt Ihr dabei
Eure Sinne sind nun frei

Kommt Geschwister, folgt mir nun
denn es gibt noch viel zu tun

Lamento Terra

Von den Hügeln her weht ein Klagen
Die Erde ruft Ihre Kinder heim

Sind unsere Beine tief genug verwurzelt
um das Wehklagen zu hören?

Sind unsere Trommeln aufrecht genug
um Verbindung aufzunehmen?

Wir gehören zu Ihr,
nicht sie zu uns

O Mar

Nichts ist vorbei
das Atmen geht weiter
da vorne brennt Licht
ich schau es mir an

In den Wogen geborgen
durch Wellen bewegt
an den Strand gespült
und Wasser geschluckt

Ich setze die Segel
für meine Reise
in den Norden der Welt
um bei mir zu sein

Die salzige Luft
heilt meine Wunden
die Möwen sie singen
ich höre gern zu

In mir schlummern seelig
meine Gezeiten
meine Ebbe
und meine Flut

Wie schön kann es sein
das offene Leben
in jeglicher Bahn
und sämtlichen Meeren

Ich liebe den Sturm
der mich packt und hält
der mich umgibt
und sicher trägt

Mein Ziel ist der Weg
und mein Traum ist real
meine Zeit ist jetzt
und ich bin da

Ich bin angekommen
am Anfang der Welt
wo alles glitzert und strahlt
und du bist da
und du bist wirklich da

An jeden der zweifelt

Greif Dir Dein Leben, sei frei
Atme ohne Angst und Sorge
Kämpfe für Deine Freiheit
Tanze bis Du umfällst
Singe bis Du heiser wirst
Schmecke, rieche und fühle Deine Freiheit
Koste Dein Leben aus
es gehört Dir
und niemandem sonst

Nimm all Dein Leuchten
Nimm all Dein Mut
und erfülle Dich selbst

Ewiges Glück liegt in Deinen Händen
erkenne es

Schritt für Schritt

Unsere Schritte offenbaren neue Möglichkeiten
umschlungen von tropischen Blumen
glänzt der Weg vor uns
Schritt für Schritt
entdecken wir mehr

Durch alle Ozeane dieser Welt
werden wir tauchen
Ich halte Deine Hand
Nur um Dich zu halten
In Dir versunken wie ein Schatz

Schenke mir eine Melodie
Und ich schenke Dir ein Lied
Lass es uns singen
Mit aller Kraft
Durch alle Gezeiten

Mit aufrechtem Blick
kann man über die Hügel hinweg
das friedliche Tal erkennen
wo alles Leben leuchtet
und strahlt vor Glück

Eine Reise durch Zeit und Raum
Um Geschichte zu machen
Unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
sind vereint in Harmonie
und mit Kraft im Leben

Gedanken zur Wunderwand

Durch ein Loch in der Wand
kann ich das Paradies sehen

Schwebende Wolken aus Farbe
liegen in der Luft

Menschen sind dahinter
und ein fruchtiger Geruch

Seltsame Dinge
geschehen auf beiden Seiten

Welche Seite ist real
Und welche nur Fantasie

Zwischen Sehen und Verstehen
liegen Welten und eine Mauer

Einen Hammer werd ich nehmen
und zerstören diese Wand

Das tue ich um zu sehen
ob die Wahrheit ich erkannt

Doch die zarte Welt erschrickt
und ich entferne mich noch mehr

Kann nicht greifen, kann nicht atmen
wo kommt das gefühl nur her

Als würde ich gezogen
an einem langen Seil

Wie eine Marionette
oh mein Seelenheil

Kurz bevor ich erwachte
erfuhr ich den Grund

Den Grund für die Distanz
und für die Vernunft

Es war die Angst
Ich sag es Euch

Ohne Furcht zu schreiten
Ist die große Kunst

Wenn ich doch ein Atom wär

Alle Atome singen unser Lied
Ich kann sie hören
In jedem Ding

Ich würde bei Hitze vibrieren
und meine Muskeln spannen
Ich tue mich zusammen

Wissenschaftler beobachten
durch ein Mikroskop
schauen wo die Menge tobt

Schreien, Tanzen, Sekundär
oh wenn ich doch ein Atom wär

Das Simmerfrimm Tal

Vor langer Zeit lebten die Bewohner des Simmerfrimm Tals in Glück und Frieden. Der goldene Nektarström nährte das Volk mit seinen milden Gaben und alle waren zufrieden und glücklich.
Die Königskinder herrschten mit kindlicher Anmut und lieblicher Naivität. Ihre Eltern waren die Sonne und der Winter und so glänzte die Haut der Königskinder perlend.

Hinter den schwarzen Bergen lebte Groflog, ein finsterer Graf, der sein Leben lang in Grimm und Zorn auf seiner Burg verharrte. Er war es, der das Leben im Simmerfrimm Tal für immer veränderte.

Wenn Ihr sie seht

Wenn Ihr sie seht, sagt ihr, es tut mir leid
All die Lieder und Gedichte, all die Sorgen und Hoffnungen
Bitte sagt ihr, ich hätte es so nicht gewollt
Der Schmerz schraubt sich durch meinen Körper
Ich möchte dem jetzt gleich entfliehen
Aber wenn Ihr mit ihr sprecht, ganz sanft, dann schenkt ihr ein Lächeln von mir
Sagt Ihr, ich habe sie geliebt, von Anfang an
Eine Liebe, die nicht einfach so aufhört
Schaut ihr in die Augen und sagt ihr die Wahrheit
Dass ich ihr sehr dankbar bin und dass sie mich zu dem gemacht hat, was ich jetzt bin
Sagt ihr, dass unser Weg sich trennt und dann tröstet sie
Oh bitte schenkt ihr Frieden, ich kann es jetzt nicht mehr
Bitte passt gut auf sie auf, gewährt ihr Obhut
Unsere Herzen werden einander nie vergessen
den sanften Rhythmus unserer Liebe

Das Sommergras sei Zeuge

Berühre die Ewigkeit mit den Fingerkuppen
Aber erschrick nicht, auf Deinen Wegen ruht so manche Seele
Steige in Dein Bild ein und lebe es
Spiele mit dem Wind, streichle den Horizont
Male die Wolken und tanze auf ihnen
Entferne den Schleier und blicke weit
Wir werden uns hinter jenem Hügel treffen
Ein Versprechen zwischen uns
Es zu halten unsere Luft
Gehen wir ineinander auf und blühen
Der Schein ist mehr als ein solcher
Hier in unserem Bild

Mein Name ist Burt

Als die Trompeten einsetzten, schloss ich die Augen
Schön, so schön treffen Sie meinen Traum
Fordernd und ewig
Meine Hände bewegen sich im Takt
ich schliesse die Leute in meinem Reigen ein

Hört mir zu, ich bin ein einfacher Mann
Sensibel und emotional hoch gewachsen
Ich weiß, was zu tun ist
um die Menschen zum Weinen zu bringen

All meine Freunde
durch sie wird es wahr
Meine Noten und Worte
sind nun mehr da

Liquid Rainbow

Uns würden flüssige Regenbogen aus dem offenen Mund laufen.
Das tiefste Schimmern in unseren Augen, das wir je hatten.

Auf unserer Haut würden organische Kristalle funkeln,
die bis zum Himmel strahlen.

Alles bebt und die Welt um uns herum taucht ein in ein Märchen.

Erinnerungen, die in den tiefsten Tiefen unserer Seele lagern,
würde wie tausend Perlen in den Kopf sprudeln.

Alle Gefühle die man bis zu diesem Zeitpunkt fühlte,
scheinen nun unvollkommen und surreal.

Die Farbe in unserem Kopf.

Es ist alles so einfach

Die Welt, die Welt, die Welt.
Das Geld, das Geld, das Geld.
Der Vorhang fällt und fällt und fällt.
Du bist ein Held, ein Held, ein Held.
Sie hören dir zu und zu und zu.
Es scheint im nu, im nu, im nu.
Gehört Dir die Welt, die Welt, die Welt.

Where i was born

Mach euch bereit. Heute besuchen wir die Stadt meiner Geburt.
Sie ist gemacht aus Salz und hat Türme die in der Sonne glitzern.
Macht euch bereit. Morgen waren wir in der Stadt meiner Geburt.
Sie war gemacht aus Kristall und hatte Paläste aus Gold.

Grand dormi

Als ich gestern Nacht unter Wasser schlief, ging es mir gut.
Ich schlief tief und fest und ich habe viele nette Leute getroffen.
Sie haben mir ein Lied gesungen und ich fühlte mich sehr leicht.

Stand by

Rote Augen starren mich aus der Dunkelheit an.
Energie fließt durch ihre Adern.
Langsam habe ich mich an sie gewöhnt und ich kenne alle ihre Namen.
Sie warten auf mich. Sie sind bereit.

Surrounding

Ja, ich höre das Geräusch immer noch.
Seitdem Du mich das letzte mal gefragt hast hat sich nichts geändert.
Naja, eigentlich doch. Es ist lauter geworden.
Es umkreist mich.
Ich versuche mir einzubilden, dass ich es nicht höre, aber dass stimmt nicht.
Ich höre es… immer. Und es wird lauter.

Mein Blumenfeld

Ich betrachte die Welt, ohne jeden Zweifel.
Strömende Wellen, sanft und ohne Hast.
Wenn sich das Land offenbart, mit dem taumelnden Pfad,
dann sind wir zu Gast.

Wenn die Glut erlischt, das Licht neigt sich dem Ende.
Erhabender Klang, weich und ohne Eile.
Wenn die Dunkelheit schleicht und uns bald erreicht,
dann sind wir zu Gast.

Die Nacht, anmutig und schön.
Ich möchte in sie gehen.
Tausend Wunder reich.
Ein schwarzes Paradies,
voller Möglichkeiten.

Ganz früh, die Welt erwacht im Licht.
Fäden des Taus, umhüllt die Welt mit Tropfen.
Glänzender Schein. Spiel mit Licht und Farben.
Was wird Heut geschehn, ich möchte es sehen.